Warum finden Internet-Kongresse nicht häufiger im Internet statt?
Diese Frage stellt sich selbstverständlich auch für andere Tagungen, Sessions, Meetings, Konferenzen, Symposien, Foren aus allen möglichen Fachbereichen.
Internet World, Social Media Week, SXSW, Le Web, Medientage – die Liste der Marketingkongresse ist endlos und durch das Überangebot hat die Qualität erheblich gelitten. Gute Themen und gute Redner sind eben nicht beliebig multiplizierbar. Nicht nur das, die Kongresse kosten eine Menge Zeit und Geld: Reisekosten, Übernachtungskosten, Teilnahmegebühren, Raummiete, Vermarktung, Druckunterlagen, Hostessen, Technik, Rednerhonorare, Catering usw. Für wen das wohl produktiv ist? Bei Kongressen geht es in erster Linie um Vorträge, Präsentationen und – leider immer weniger – Diskussionen. Oftmals bleibt das so wichtige Knüpfen und Pflegen von Kontakten auf der Strecke, da die Kongresse einfach zu groß sind. Nicht zu kurz kommen hingegen die Firmenpräsentationen, i.e. das Sponsoring, da sie zur finanziellen Entlastung des Veranstalters beitragen. Ich finde, dass Grundsatzreferate ohne Weiteres auf Video aufgenommen und in YouTube eingestellt werden können, für Präsentationen gibt es SlideShare. Interaktive Konferenzen können in virtuellen Welten wie zum Beispiel Second Life stattfinden. Das ist weniger zeit- und kostenaufwendig. Statt Tagesprogrammen können die Beiträge 'häppchenweise' auf mehrere Tage verteilt werden. Eine Teilnahme ist für Interessenten weltweit problemlos möglich. Kombiniert mit kleineren Teilnehmerzahlen wird das Pflegen und Knüpfen von Kontakten gefördert. Inseln können bei Second Life bereits für 50 US$ pro Tag angemietet werden. Sind wir nicht reif dafür?Posted via email from Warum