Warum ist der E-Postbrief keine Lachnummer?

Zugegebenermaßen sind Konzept und Kommunikation auf den ersten Blick etwas seltsam. Aber eben nur auf den ersten Blick, denn es ist aus meiner Sicht falsch, den E-Postbrief mit der E-Mail zu vergleichen. Keiner wird der Deutschen Post unterstellen, dass sie die Mechanismen des Internets nicht verstanden hat. Was steckt also dahinter?

Um diese Frage zu beantworten ist es, wie so oft, hilfreich, dem Geld zu folgen: Wer ist der Profiteur und wodurch profitiert er? Momentan bietet die Deutsche Post die Beförderung des E-Postbriefes zu den gleichen Konditionen wie den klassischen Brief an und positioniert ihn somit als Alternative. Was aber, wenn die Deutsche Post mittelfristig plant, mit dem E-Postbrief den klassischen Brief zu ersetzen, letzteren quasi aus dem Angebot zu nehmen?

In diesem Fall könnte die Deutsche Post nicht nur die Briefkästen abschaffen, sondern auch ihre Personalkosten reduzieren, denn der E-Postbrief macht den Briefzusteller überflüssig? Sie wissen schon, dass ist der gelbgekleidete Fahrradfahrer in der aktuellen Fernsehwerbung :-)

Die Reduktion von Personalkosten sowie anderen Fixkosten kombiniert mit dem Einsatz von kostengünstigeren Technologien führt zu Verbesserung der Ertragssituation. Und darum geht es der Deutschen Post meines Erachtens und nicht um eine verbindliche, vertrauliche und verlässliche Alternative zur E-Mail.

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